EINBLICK IN AVESU

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Mehr einblicke in avesu


Wie seid ihr auf die Idee gekommen, avesu zu starten?


Es kann schon sehr schwer sein, vegane Schuhe zu finden. Das wussten wir aus eigener Erfahrung. Was lag da näher, als diesem Problem Abhilfe zu schaffen und den Leuten auf einfache Weise Schuhe zugänglich zu machen, die zu ihrem Lebensstil passen? Egal ob es sich dabei um den Studenten mit ausgeprägtem Modebewusstsein handelt oder um die Hobby-Bergsteigerin, die Schuhe sucht, die steilen Gebirgspfaden ebenso standhalten wie ihren moralischen Ansprüchen.

In gewisser Weise sind Thomas Reichel und Dirk Zimmermann, die Gründer von avesu, typische Geschäftsleute. Sie haben eine Nische gesehen und sich daran gemacht, sie zu besetzen und auszufüllen. In vielerlei anderer Hinsicht allerdings sind sie alles andere als das.

Von Beginn an war den beiden klar, dass sie nicht vom Leid anderer – gleich welcher Art – profitieren wollten. Sie wollten vielmehr ein Geschäft aufbauen, das alle Angestellten und deren Familien ernähren kann, gleichzeitig aber auch Vorzeigemodell sein kann. Dafür, dass es auch anders geht als da draußen üblich, und dass Wandel hin zum Besseren tatsächlich möglich ist.

Natürlich muss ein Unternehmen auch Profit abwerfen. Aber eben nicht um jeden Preis.


Wie fing das alles eigentlich an?


Der Online Shop von avesu startete im Juli 2010. Angefangen haben haben Dirk und Thomas mit gerade einmal 15 verschiedenen Modellen, aus einer Einraumwohnung in Berlin-Prenzlauer Berg heraus. In der Wohnung sah man bald den Schuh vor lauter Kartons nicht mehr, und jedes einzelne Paket musste eigenhändig zur Post gebracht.

Etwa ein Jahr später dann, im Oktober 2011, eröffnete in der Schivelbeiner Straße in Berlin-Prenzlauer Berg der erste echte avesu Store, neben der ersten Filiale der veganen Supermarktkette Veganz. Wieder zwei Jahre später folgten im August 2013 unser Store in Berlin-Friedrichshain und in Hamburg-Altona kurz darauf im Oktober.

In Hamburg nehmen wir gerade einen Standortwechsel vor, und hoffen euch bald in einer neuen Location begrüßen zu dürfen.


Wer hat avesu gegründet?


Thomas Reichel ist ein wahrer Veganveteran. Er lebt bereits seit mehr als 20 Jahren vegan und hat schon mehr als eine vegane Geschäftsidee in die Tat umgesetzt. Bereits 1999 hat er einen veganen Marktstand ins Leben gerufen, aus dem später Yellow Sunshine, Deutschland’s erstes ökologisches vegan-vegetarisches Fast-Food-Restaurant hervorgegangen ist.

Dirk Zimmermann arbeitete zu dem Zeitpunkt als freiberuflicher Programmierer, war aber schon länger auf der Suche nach einer Veränderung. Er wollte ein Unternehmen schaffen, das wirklich nachhaltig ist, sowohl für die Umwelt, als auch für die Beteiligten. Die Idee seines Freundes Thomas gefiel ihm deshalb sofort, auch wenn er selbst zu diesem Zeitpunkt nicht einmal Vegetarier war. Je mehr er sich in der Planungsphase von avesu mit dem Thema beschäftigte, desto überzeugter wurde er. Pünktlich zur Gründung von avesu war Dirk Vegetarier und hat diese Entscheidung niemals bereut.


Thomas und Dirk © avesu

Sind alle Menschen, die etwas mit avesu zu tun haben, vegan?

Avesu’s Gründer Thomas ist bereits sein halbes Leben lang vegan und überzeugte seinen Freund und Mitgründer Dirk davon, auch seine Ernährung umzustellen (mehr oben)

Was den Rest der Belegschaft angeht, so lebt die Mehrzahl von ihnen vegan und das oft schon seit geraumer Zeit. Wir können und wollen unseren Mitarbeiter_innen aber nicht vorschreiben, wie sie zu leben oder wie sie sich zu ernähren haben. Veganismus ist etwas, für das sich jede_r selbst entscheiden muss.

Natürlich spricht ein veganes, nachhaltiges Unternehmen auch als Arbeitgeberin vor allem Menschen an, für die diese Dinge auch wichtig sind. So sehen wir unsere Belegschaft eher als logische Entwicklung.

Wer in einen avesu Store kommt oder unseren Kundenservice kontaktiert kann sich also sicher sein, dass unser Team weiß, wovon es spricht. Unsere Mitarbeiter_innen verstehen eure Anliegen und Fragen und werden euch bestimmt nicht schief anschauen, weil ihr Schuhe ohne Leder wollt. Dafür sind wir ja da.

Selbstverständlich sind wir auch offen für neugierige Kund_innen und freuen uns sehr, wenn sie mehr über Veganismus und/oder Schuhe ohne Leder wissen möchten. Schließlich ist noch niemand vegan auf die Welt gekommen, und keine Veganerin von Himmel gefallen, sondern wir haben uns viele Fragen gestellt und uns dann bewusst dafür entschieden. Wir freuen uns also sehr, wenn wir fragen beantworten können.


WIE IST AVESU's VERHÄLTNIS ZU ANDEREN VEGANEN FIRMEN?


avesu wird oft im Zusammenhang mit der veganen Supermarktkette Veganz erwähnt. Wir sind zwei getrennte Unternehmen, aber wir teilen viele Ideen. Mit Veganz verbindet uns von Beginn an ein freundschaftliches Verhältnis. Wir sehen Veganz als Partnerin mit der wir zusammen gewachsen sind.

Für gemeinsame Standort haben wir uns entschieden, um Synergieeffekte nutzen zu können, beispielsweise gemeinsame Aktionen durchzuführen zu können. Aber natürlich hatten wir auch unsere Kund_innen im Sinn. Denn egal, ob ihr nur Besorgungen machen wollt, oder wirklich „Shoppen“ geht, es ist einfach praktisch, wenn ihr für vegan Produkte nicht durch die ganze Stadt fahren müsst.

Nachhaltige, vegane Firmen sind grundsätzlich etwas tolles, was wir unterstützen möchten. Deshalb stehen wir mit vielen von ihnen in engem Kontakt, z.B. auch mit unseren direkten Nachbar_innen von Dear Goods oder Goodies.


Welche Pläne hat avesu für die Zukunft?


Wir wachsen! Von den kleinen Anfängen als Online Shop, der quasi aus dem Schlafzimmer heraus betrieben wurde, haben wir uns weiterentwickelt zu einer Firma, die mehrere Stores betreibt und deren Bestand an Marken und Modellen stetig wächst.

Seit 2015 versenden wir auch in die Schweiz und Staaten der Europäischen Union, sowie viele Länder der Welt. Die Nachfrage ist groß – weitere werden also folgen!

Unser Ziel ist es aber nicht einfach nur Schuhe zu verkaufen.

Natürlich wollen wir eigentlich den Regenwald retten, Massentierhaltung abschaffen, bedrohte Tierarten nachhaltig schützen und Menschen mit ausreichend Lebensunterhalt versorgen. Das ist zwar noch ein langer Weg, und vielleicht schaffen wir es nicht ganz alleine, aber es soll niemand sagen können, wir hätten es nicht versucht.

Bis dahin freuen wir uns, einen Weg gefunden zu haben, die Nachfrage nach veganen Materialien und Produkten vergrößern zu können und dadurch die Entwicklung von Alternativen voranzutreiben. Und natürlich Menschen überall auf der Welt mit tierleidfreien Schuhen versorgen zu können.